Alles hat irgendwo einen Anfang. Unsere erste gemeinsame Kitereise führte uns im August 2010 für 12 Tage nach Ägypten/ Soma Bay.

 

Nachdem wir 2 Tage vor Abflug umgebucht und von Hannover über Berlin nach Hurghada geflogen wurden, (what a fuck - Air Kairo) schlugen wir völlig übermüdet um 5 Uhr früh in Ägypten auf. Unser Transfer vom Vorabend war leider schon weg (echt, kann ja nicht sein ... ) so dass wir uns auf eigene Faust ein Taxi ins Hotel nehmen mussten. Tipp: Ägypt. Taxifahrer stellen keine Quittung aus ;-) Auch nicht wenn man lange diskutiert.

 

Um in Soma Bay kiten zu können, muss man von jedem Hotel aus mit einem Shuttle ca. 10 Minuten durch die Wüste fahren. Die Kitestation 7BFT liegt abseits der ganzen Hotels.

 

Noch am selben Tag um 10 Uhr hatte Kati ihre erste Kitestunde. Schööön mit Übgungskite, Theorie, Windfenster, Leinen auslegen, Aufbauen - das volle Programm. Am zweiten Tag ging es das erste Mal ins Wasser - begleitet von Mr. Paaaanik und Mrs. Unwissen. Schön wenn man nicht mal rechts und links kennt ;-) Und besonders schön nur ! im Bikini, nackte Tatsachen inklusive. Von da an wurde Wasserstart geübt jedoch endeten alle Versuche völlig frustriert im Rettungsboot. Releeeeeeeease

 

Der dritte Tag führte zum Abbruch des Kitekurses bei einem unmöglichen, ägytischen Kitelehrer. Vortan gab es Privatstunden, bei Kitelehrer Börnie :-)

Leider wollte sich auch hier der Erfolg nicht so wirklich einstellen, mit der Folge: eine übermotivierte (genervte) Kiteschülerin und ein am Ende völlig frustrierter Kitelehrer. Mit der Erkenntniss: das Wasser in Soma Bay kann sau tief sein! "Und Haie gibt es glaube ich auch"

 

Am Ende dieser 12 Tage konnte Kati so eben aufstehen und 5 Meter fahren ... Traurig aber leider wahr. Bernies neuer Berufswunsch "Kitelehrer werden" - an den Nagel gehängt!

 

´Der Lehrer´ hat die Tage in Soma Bay eigentlich fast komplett auf dem Wasser verbracht. Der Wind geht zwar offshore, aber für Kiter, die Höhe halten können kein Problem. Leider war der Wind ab nachmittags oft schwach bis ganz weg. So dass sich unser "Pro" die Zeit im Liegestuhl und mit ägyptischen Bier vertrieben hat.

 

Die Station "7BFT"

2010 noch nagelneu und vollkommen fett ausgestattet. Verleih, Shop, Schule, Restaurant, alles vorhanden. Damals gab es einen riesen Pool an Core Kites, einen wirklich gut ausstaffierten Shop, leckeres Mittagsessen, und ein nettes Team. Wenn man nicht kitet, kann man sehr chillig am Strand abhängen. Wie sich das 7BFT entwickelt hat, wissen wir leider nicht ... Wir müßen mal wieder vorbei fliegen.

 

Das Hotel "The Breakers"

Gewohnt haben wir im damals ganz neuen, stylischen "The Breakers" mitten in Soma Bay.

Wir hatten ein kleines, feines Zimmer mit Wüstenblick im obersten Stock. Das Breakers ist speziell für Kiter und Taucher ausgelegt.

Das Essen war für ägyptische Verhältnisse ziemlich bis sehr gut. Lecker Frühstück (Waffel-time inklusive) und mit showcooking am Abend. Sogar mit Küchenführung. Ein Mal die Woche gibt es sogar ein Buffet am kleinen Strand. ´How romantic is this´

 

Das "The Breakers" hat zwar keinen wirklichen Sandstrand aber einen seeeehr langen Steg, an dessen Ende es sich prima Schnorcheln lässt. Riff-Raff :-) Ansonsten kann man es auch sehr gut am Pool aushalten.

 

Fazit

Kein Ziel um einen reinen Anfängerkurs zu belegen. Außer man steht auf Nervenkitzel und Rescue im Boot. Es gibt nur 10 Meter Stehbreich! Aber ein schönes, warmes Ziel wenn man bereits fahren und Höhe halten kann. Irgendwann kommen wir wieder.