Nachdem bereits letztes Jahr viele Bilder und Berichte über Kiten auf Sansibar aufgetaucht sind, haben wir schon Anfang des Jahres geplant im Juli 2012 nach Afrika zu fliegen. Gebucht haben wir Flüge bei Ethopian Airlines und sind dann von Frankfurt aus über Dar es Salaam und Addis Abeba nach Sansibar geflogen. Zur Einreise benötigt man ein Visum.

 

Das Zentrum zum Kiten auf Sansibar ist Paje Beach im Süd-Westen der Insel. In Paje gibt es mittlerweile 4 Kiteschulen und angeschlossene Hotels. Leider waren bereits Wochen im voraus viele Unterkünfte ausgebucht so dass wir etwas abseits des Kite-Troubels untergekommen sind - in einen Bungalow in der Anlage Ndame Beach Lodge.

 

Wir hatten dann die Qual der Wahl: entweder nehmen wir unsere Kitesachen und gehen ca. 1 km am Strand entlang zu einer der Kiteschulen, genießen dort Rescue, Storage und Komfort. Oder wir bauen uns unsere eigene kleine Kitestation direkt vor dem Ndame auf, denn Kiten ist hier erlaubt. Gesagt getan: zum ersten Mal haben wir einen Urlaub ohne feste Kitestation verbracht, ganz auf uns allein gestellt.

(Starten zu Zweit ist beim ersten Mal natürlich in die Hose gegangen, fast hätte es für Russenstart Part 2 gereicht)

 

Kites, Boards und Zubehör haben wir im/und vor dem Bungalow gelagert. War der Wind da mußten wir unser Material nur 20 Meter vor an den Strand tragen, aufpumpen, anbinden und los – absolut entspannt und Kite-Luxus pur. Endlich ein mal vom Bett aufs Brett :-)

 

Die ersten 4 Tage auf Sansibar wurden wir dann auch gleich mit perfektem Wind belohnt. Eigentlich waren wir von 8 Uhr früh bis 18 Uhr abends beschäftigt und konnten Kiten bis der Arzt kommt. Das Wasser war je nach Tidenstand zwischen 20cm und 150cm hoch. Das Flachwasser ist echt traumhaft (und kristallklar!), die Flut bringt dann auch entsprechend ordentliche Wellen mit sich …

 

Die nächsten 5 Tage war der Wind dann mittelmäßig, mal da, mal weg, mal stark, mal schwach. Kite-Maus Kati konnte dank der vielen Kitegrößen, die wir mit hatten, dennoch täglich raus aufs Wasser. Kiter Börnie war eigentlich auch ganz happy ...

 

Große Quantensprünge in der Entwicklung haben wir auf Sansibar nicht gemacht. Aber Kati hat in diesem Urlaub die Angst vor den Wellen verloren und konnte am Ende sogar ein wenig Wellen-Springen. Bernie wollte eigentlich ´unhooked´ weiterkommen, Das Lernziel wurde aber durch den unregelmäßigen Wind und das bei Flut sehr schnell steigende Wasser etwas ausgebremst. Aber: wir hatten in den 10 Tagen viel Zeit auf dem Wasser und noch viel mehr Spaß. Wer braucht da Fortschritte…

 

Einen Vormittag haben wir unser Kite-Paradies dann sogar mal verlassen und eine Jungel-Tour inklusive Affen bzw. Schildkröten-watching gemacht.

 

Die Station "Paje by Kite"

Eigentlich haben wir den Urlaub ja ohne Kitestation verbracht. Paje by Kite haben wir dennoch 3-4 Mal besucht. Die Station gibt es seit Ende 2011, ist super ausgestattet (Verleih, Shop, Restaurant, und sogar eigenes Hotel) und einfach nur cool ... mit Pool :-) Wir haben dort von einem Profi Kati´s Board reparieren lassen und abends leckere Pasta genossen. (mehr können wir an dieser Stelle leider nicht beurteilen)

 

Die Lodge "Ndame Beach Lodge"

liegt direkt am Strand, gehört einem Deutschen (Hello Hans) und besteht aus ca. 30 Bungalows und Zimmern. Zu der Anlage gehört ein kleiner Empfang, ein Restaurant und eine eigene Strandbar. Alles sehr nett und hübsch hergerichtet. Wir hatten einen Bungalow (Nr. 3) mit Meerblick, Doppelbett und eigenem, großen Badezimmer. Frühstück war ein wenig dürftig aber okay, das Abendessen ist umso besser. Aber hier kocht ja auch ein Österreicher ;-) "Bewacht" wird das Ndame von echten Massai - was auf Sansibar aber so üblich ist.

 

Fazit

Wir haben Sansibar als traumhaftes Kite-Revier erlebt. Die Windbedingungen sind im Sommer beinah perfekt, Wasser und Strand verdienen die Note 1 mit Sternchen*. Es ist echt ein Paradies, mit supernetten Menschen, noch ein klein wenig unentdeckt und exotisch - es könnte das neue Kite-Mekka werden. Ihr solltet Euch beeilen.

 

PS. An dieser Stelle einen lieben Gruß an Nickel und Natascha. Danke für Hilfe, Rescue und viele lustige Abende!