Nach sechs Monaten ohne unseren Lieblingssport und einem echt langen Winter wollte Börnie eigentlich nur noch eins: Kiten – koste es was es wolle :-) Kapverden stand schon immer weit oben auf der "To-Kite-Liste", Wave Kiten auch irgendwie – so fiel die Entscheidung dann relativ einfach & schnell ein Wave-Kite-Camp auf Sal/ Cabo Verde zu buchen. (die Kite-Maus musste leider arbeiten und blieb daheim in Hannover.)

 

Mit tuifly ging es von Köln/Bonn aus über Gran Canaria nach Sal. Für gerade mal 79€ :-) Dort angekommen, wurde ein kleines nettes Apartment mitten in Santa Maria bezogen. Dieses haben wir relativ einfach über das Internet direkt bei einer Italienerin gebucht, Transfer vom Flughafen sogar inklusive! Na geht doch ... 

 

In Santa Maria selbst kann man zwar auch kiten, der Hauptspot liegt allerdings außerhalb des Ortes - hier fand dann auch das Wave Camp von Kiteboarding Club statt. Der tägliche Transfer von 15 Min. pro Strecke wurde eifrig von Kb Club übernommen. Anschließend ging es ab in den Neo! (ohne geht hier nicht, dass Wasser ist viel zu kalt) 

 

Der Kitebeach ist sichelförmig und ca. 5 Kilometer lang. Je nach Wind very (very) choppy und teilweise mit großen Steinen übersät. Die größte Station auf Sal wird vom Wave Weltmeister Mitu Monteiro geleitet. Hier sind täglich mind. 60 Kiter am Start. Bei Kb Club nur ca. 10...

 

Die ersten zwei Tage des Waves Camps wurde das Aufstehen und Gleichgewichthalten in den Wellen auf dem Wave Board geübt. Der tägliche sideonshore Wind bringt dich als Newcomer schnell raus hinter die Wellen ... zurück an den Beach kommt man am Besten indem man sich einfach vom Brett fallen lässt :-) Ab dem 3. Tag wurde die gestandene Wendung geübt, die restlichen Tage waren individuelle Übungstage in den Wellen. 

 

Der Wind gestaltete sich leider extrem schwierig und sehr böhig. Von absolutem Windverlust bis hin zu Power-Wind in nur 10 Minuten. In Knoten gerechnet: von 0 bis 25 war alles dabei!

 

An einem windfreien Tag hat die Gruppe einen kleinen Ausflug nach Ponta Preta unternommen. Hier gibt es "Mörder"-Wellen zu bestaunen.

Ein Downwinder vom Kitebeach bis Santa Maria City fing wirklich gut an - endet aber dann ohne Wind auf offenem Meer und mit der Rettung durch ein kurzerhand beschafftes Boot. 

 

Die Station

von Kiteboarding Club ist eigentlich ein alter Bauernhof - etwas zurückgesetzt in den Dünen des Kitestrandes, außerhalb von Santa Maria. Genug Material gibt es von F-One zu mieten. Die Station selbst ist sehr einfach gehalten, Duschen vor Ort gibt es leider nicht (Strom auch nicht) aber immerhin eine Bar mit Getränken und warmen Snacks. Da die Station nicht direkt am Wasser liegt, müßen die Kites 5 Min. durch die Dünen getragen werden. Leider mühsam. 

 

Das Apartment

klein aber ganz fein. Ca. 50qm als 1-Raum-Apartment mit Schlafzimmer, Küche und Wohnbereicht gestaltet. Dazu gibt es ein kleines aber ordentliches Bad. Das Apartment selbst ist in der Anlage Porto Antigo II untergebracht, direkt am Strand von Santa Maria. Zu der Anlage gehören auch ein Pool, ein Restaurant und eine Rezeption. Rein fürs Übernachten ist die Unterkunft völlig ausreichend, wirklich schick ist aber dann doch anders.

 

Fazit

Ein durchaus lohnenswerter Spot; mit vielen Variationen, Wellen! und Wind. Leider hat dieser Anfang März etwas geschwächelt. Achtung: absolut kein Revier für Beginner! Ansonsten eine hübsche Insel mit der Möglichkeit abends auch mal etwas zu unternehmen oder supergut zu essen. Yummie. Nächstes Mal reisen wir dann zusammen nach Sal ...