Über Rhodos und den berühmten Meltemi haben wir immer mal wieder Berichte in diversen Kite-Zeitschriften gelesen. Recht skeptisch haben wir es dann gewagt einfach 9 Tage Rhodos zu buchen. Anschauen schadet ja nicht ...

 

Durch die "Griechenland-Krise" gab es Flüge nach Rhodos bei tuifly zum halben Preis. Yes! Da haben wir direkt zugeschlagen. Dazu haben wir uns ein einfaches 3* Hotel mit Frühstück direkt in Theologos gebucht. Alles zusammen knapp 300 Euro pro Person. Am 20. Juni sind wir dann von hometown Hannover aus auf die Insel Rhodos geflogen. 

 

Bei keiner Ankunft bisher haben wir soooo lange auf unser Gepäck warten müßen (geschlagene 90 Minuten!) und auch der gebuchte Mietwagen erschien anfangs ein wenig schmal - aber mit ein bißchen Geschick und Tetris-Wissen hat Mr. Börnie am Ende doch alles schön verladen. Theologos und unser Hotel waren dann nur 12 min vom Flughafen entfernt. 

 

Direkt am nächsten Morgen wollten wir dann den Spot in Theologos testen: doch Pustekuchen - zu wenig Wind. So mußten wir bis ca. 15 Uhr warten bis wir endlich aufbauen und losfahren konnten. Leider ist es ein ziemlicher Akt hier überhaupt den Kite zu starten ... Der Kitestrand in Theologos ist recht klein (auf den Fotos schaut es viel größer aus), zudem seeehr steinig (Aua) und fast ohne jeden Stehbereich. Für Anfänger also eher ungeeignet - hier muß man schon fahren können. "Very shoppy water" und side on shore Wind tun dazu ihr übriges ... 

 

Nachdem Tag 1 in Theologos recht enttäuschend war, sind wir an Tag 2 mit dem Auto einige Kilometer südlicher nach Kalavarda gefahren. Ein kleiner Ort aber hier gibt es gleich zwei Kiteschulen und, welche Freude, richtig guten Sandstrand! Man kann mit dem Auto direkt am Strand halten, auspacken und aufbauen. Wenn man sich zudem mittig vom Strand aufhält, kann man auf eigenes Risiko und ohne Extrakosten den lieben langen Tag kiten. Am Abend waren wir ziemlich platt: viel Wind, anspruchsvolles Wasser und ordentlich viel Welle. Die nächsten Tage haben wir dann durchweg in Kalavarda verbracht und waren bis zu 6 Stunden am Tag kiten. Die einen mehr, die anderen weniger ;-) 

 

Zwischendurch haben wir ein paar kleine Inselausflüge gemacht und uns u. a. Rhodos Stadt, die Akropolis in Lindos und die Antony Quinn Bay angesehen. Abends haben wir die tolle, griechische Küche genossen oder unsere Grillplatte auch mal an Hund & Katz verfüttert ;-) 

 

Ein Muß war für uns am vorletzten Tag dann noch ein Besuch in Parsonisi, ganz im Süden von Rhodos. Mit dem Auto waren wir knapp 90 min. unterwegs, wurden dann aber mächtig gut entschädigt. Feiner Sandstrand, über 20 Knoten Wind, ein geiler Flachwasser-Spot in Kombi mit einem Wellen-Spot auf der anderen Strandseite. Börnie im 7. Kiter-Himmel und Kati im Kampf mit den rasanten Windsurfern... Aber: ein richtig geiler Ort zum Kiten! Note 1,5 mit *

 

Bis auf einen Einsatz vom Rettungsboot (nein, dieses Mal nicht für die Kite-Maus ;-) haben wir Rhodos ohne große Un- oder Zwischenfälle überstanden. Nur den North Rebel mußten wir gleich zwei Mal flicken :-((

 

Die Station

entfällt an dieser Stelle da wir in den Tagen auf Rhodos keine Kitestation genutzt haben.

 

Das Hotel "Happy Days"

lässt sich als einfach, zweckmäßig und echt günstig zusammenfassen. Das Happy Days hat 55 Zimmer und liegt nur knapp 150 Meter vom Strand entfernt. Wir hatten ein Zimmer mit Pool- und! Meerblick und konnten auf dem Balkon all unsere Kitesachen lagern. Nice. Klimaanlage kostet extra - ohne wären wir auch sicherlich eingegangen. Dafür gibs Wlan umsonst. Gott sei Dank hatten wir nur Übernachtung + Frühstück gebucht - das Essen ist echt grenzwertig, hat uns aber satt gemacht. Alles in allem haben wir uns hier ganz wohl gefühlt. 

 

Fazit

Rhodos ist für uns defintiv DIE Überraschung of the year! Fast zu 100% Windausbeute, durchweg Sonne, richtig warmes Wasser (Kiten ohne Neo!), wenig Leute auf dem Wasser und nebenbei noch Nebenkosten zu echt fairen Preisen. Da kommen wir bald wieder!!! Top