Nach 10 wunderbare Tage auf Sansibar, sind wir am 06. August von Sansibar nach Kenia/Mombassa geflogen. Hier haben zunächst eine Safari im Tsavo East Nationalpark gemacht, dann waren wir noch für 5 Tage in der Mwazaro Beach Kitelodge.

 

Auf die Lodge aufmerksam geworden, sind wir über einen großen, deutschen Anbieter für Kitereisen. Wir haben uns ganz bewusst für Mwazaro Beach entschieden um dem besagten Trubel in Diani Beach zu entgehen. Frei nach dem Motto: es lebe die kenianische Natur...

 

Mwazaro liegt ca. 90min südlich von Mombassa, wirklich im Nirgendwo. Umschrieben wird das Ganze als ökologisches Kite-Paradies, mit Solar- und Windenergie. Drumrum gibt es defintiv NIX. Also wer hier Geschäfte oder Bars erwartet, ist fehl am Platz. Bitte immer genug Schoki einpacken ;-) Einkaufen gehen, kann man hier nicht.

  

Gebucht haben wir für 4 Nächte einen Palmenhütte, ohne Wasser/ ohne Strom, aber plus Meerblick. Unsere Hütte war eigentlich ganz ok - Bett mit Moskito-Netz, kleiner Tisch, Ablage. Da die Hütten keinen Strom haben, bekommt man abends eine Öl-Lampe überreicht. Duschen und WCs gibt es für die Hütten in zwei speraten Waschräumen. Aber Achtung: Lampe nicht vergessen und: nur! kaltes! Wasser. Aaaahhhhh. We hate it...

  

Bei unserer Ankunft am Nachmittag schien es als wären wir die einzigen Gäste. Komisch... Wir haben niemanden Kiten sehen! Beim gemeinsamen Abendessen erfuhren wir dann auch wo alle tagsüber gewesen sind: da man im (hochgelobten) Sommer gar nicht direkt vor der Lodge kiten kann (was???), fährt täglich ein Holzboot zu einer 30min entfernten Sandbank. Dort kann man dann je nach Wind kiten. Leider haben wir diese Info im Vorfeld nie gelesen oder bekommen und waren anfangs ziemlich von den Socken, dass ´vom Bett aufs Brett´ hier Gar nicht möglich ist. Naaaa ganz toll. Anmerkung:

(In den Wintermonaten kann man wohl auch direkt vom Strand der Lodge kiten, allerdings ist der Strand nicht wirklich groß und es ist suspekt wir hier z.b. 30 Kiter mit Kites Platz finden sollen. Zudem ist das Wasser vor der Lodge trübe und dreckig.)

 

Am nächsten Tagen haben wir das Sandbank-Kiten dann auch ausprobiert: mit einer Nuss-Schale sind wir zunächst 50 Minuten aufs Meer hinaus. Natürlich gibt es die Sandbank nur bei Ebbe, bei Flut liegt sie unter Wasser. Das Meerwasser ist echt angenehm, aber nicht wirklich glatt - manche Wellen sind schon ordentlich. Hossa :-) Man kann auch, je nach Wasserstand, in einer Art kleinen Lagune kiten. Auf jeden Fall, 3 Stunden Kiten vor der Sandbank haben uns am Ende etwas versöhnt. Merci

 

Am nächsten Morgen hatte Mr. Börnie die Chance für gut eine Stunde direkt vor der Lodge in Mwazaro zu Kiten. Der Wind war wirklich da! Anschließend war aber doch wieder Windflaute angesagt... An Tag 3 gab es dann, weil wohl ein Boot kaputt war, gar keinen Transfer zum Kiten. An Tag 4 sind wir gar nicht mehr mitgefahren weil wir keine Lust auf den Boot- Transfer, den schwachen Wind und überhaupt die Gegebenheiten hatten. 

 

Die Station

ist eigentlich eine Hütte im Mwazaro Beach, wird von Kiteworldwide geführt und hat einen jungen, deutschen Kitelehrer vor Ort. Zudem gibt es zwei, drei afrikanische Kite-Helfer. Es sind zwar Kites und Boards zum Leihen vor Ort aber nicht im Übermaß, wie wir erfahren haben. "Die Station" ist wohl eigentlich mehr eine Basis da zum Kiten ja eh mit dem Boot rausgefahren wird ... Mehr können wir dazu gar nicht sagen, wir haben nichts getestet.

 

Die Lodge

Die Anlage, in deutscher Hand, ist einsam aber relativ weitläufig und erstreckt sich am Meer entlang. Parkplatz, Empfang, Gästezimmer/häuser, Strohhütten, Restaurant und ein eigener Strand mit großen/kleinen Mangroven. Natürlich wird Vollverpflegung angeboten, Internet gibt es auch. Frühstück und Abendessen sind im Preis enthalten und ganz gut. Uns hat es aber gestört, dass hier erst gegen 21 Uhr gegessen wird, zudem erinnert das Essen(fassen) mehr an eine Jugendherberge als an einen schönen Urlaub. Auch die Preise für Getränke sind in unseren Augen leicht überzogen.

 

Fazit

Absolut idyllisch und ruhig gelegen, mehr Natur geht wohl nicht. In diese Einsamkeit kann man wirklich nur zum Kiten hinfliegen - wenn der Wind denn da ist. Wir hatten hier etwas erhofft/erträumt was es so nicht gab - und erst mit dem Boot zum Kiten zu fahren, stört einfach! Aber das Marketing bekanntlich (fast) alles ist, wird hier mal wieder deutlich ...

 

Bitte vor der Reise lesen:  Afrikanisches Schach von Hans von Loesch! Ihm gehört Mwazaro Beach und er lebt auch dort.

   

Fotos comming soon ...