Dieser Urlaub stand von Anfang an unter keinem guten Stern ... Mai 2012 ...

Eigentlich wollten wir gar nicht nach Tunesien (nur schon wieder nach Hamata? nein, auch nicht...) Einige nette Reiseberichte haben uns am Ende aber dann doch überzeugt und eine Woche Djerba buchen lassen. Frei nach der Devise: schauen wir uns das eben mal an ...

 

Mit Condor sind wir an einem kühlen Morgen um 5 Uhr (erneut von Berlin Tegel aus) nach Djerba geflogen. Da wir Flug und Hotel sepreat gebucht hatten, mussten wir am Flughafen auf niemanden warten und fielen direkt über den ersten Taxifahrer her. Dieser fuhr uns an dem Strand von Aghir, ca. 30 Minuten vom Flughafen entfernt. Dort waren wir im Riu Palm Azur Clubhotel gebucht.

 

Schon im Vorfeld hatten wir gehört und gelesen, dass der Wind auf Djerba meist ab mittags einsetzt, so sind wir also am ersten Tag gegen 14 Uhr zur Station gefahren. Die Station liegt an einer riesengroßen, ruhigen Lagune mit stehtiefem Wasser.

Ende Mai hatten wir meist um die 28 Grad und man konnte sogar gut ohne Neo fahren.

 

Der Wind am ersten Tag war mittelprächtig bis wenig, so dass wir erstmal zwei große Schirme aufpumpten und Kati als erste raus aufs Wasser sollte. 13,5pm plus Böhen taten ihr übriges: nachdem der halb gestartete Kite direkt wieder auf den Strand fiel (da plötzlich der Wind weg bracht), stürzte Kati bei der nächsten Böhe dem Kite hinterher und wurde in feiner Russenstart-Manier über den Sand gezogen.

 

Eine kleine Träne aus dem Knopfloch gewischt, ging sie dann aber trotzdem raus. Und fuhr, und fuhr, und fuhr ... So dass sie am Ende des Nachmittags sogar ein paar kleine Sprünge wagte. "first hangtime" :-)

 

Die nächsten Tage gestalteten sich eigentlich alle ähnlich: ab mittags kam der Wind und ab 14/15 Uhr waren wir am Kitebeach. Kati mit unserem 10qm North, Bernie mit dem 13,5qm Core.  Durch die leider schwachen Windverhältnisse war aber mehr als 2 Stunden Kiten oft nicht drin. Ab dem 4. Tag setzte auch noch extrem böhiger Wind ein - so setzte bei uns dann Frust und Flucherei ein. Wir können uns nicht erinnern, dass wir die Kites irgendwo anders soviel auf dem Wasser liegen hatten. Getreu dem Motto der Woche: Kiten zum Abgewöhnen. 

 

Am Ende haben wir das Kiten nach dem 5. Tag abgebrochen. Der Wind war einfach zu wenig, und wenn er da war viel zu böhig oder unsicher. (Bier) All-in im Hotel war dann doch besser ...

 

Die Station "Les Dauphines"

Die Station auf Djerba liegt ganz im Süden der Insel, ca. 7 Kilometer südlich von Aghir. Es ist die kleinste Kitestation, die wir je gesehen haben. 2 Storageräume, ein kleines Office, Dusche/WC, drei Umkleiden, davor noch ein paar Sitzmöglichkeiten. Wenn man Glück hat, kann man eine von sechs Liegen ergattern. Alles in allem wirkt es recht spartanisch und wir haben uns irgendwie nicht so ganz wohl gefühlt.  Es gibt einige tunesiche und (ost)deutsche Kitelehrer, und eben einiges an Schulungsmaterial.   

 

Das Hotel "Riu Palm Azur"

Das Hotel ist ein 4 Sterne Superior Clubhotel, im Jahr 2011 renoviert und umgestaltet. Egal ob Empfangshalle, Restaurant, Pool, Garten oder die Zimmer - alles ist wirklich geschmackvoll und schön gemacht. Wir hatten dort eine Woche all inclusive und es fehlte uns echt hat nichts. Das Essen war super, selbst Bier und Gin Tonic war in Massen trinkbar :-) Das Riu Azur ist das vorletzte, große Hotel zur Kitestation, mehr als praktisch was die Lage angeht. Mit dem Taxi ist man in 10min an der Station.

 

Fazit

Ein thermisches Revier, für große Schirme mit der Gefahr, dass diese aber nicht ausreichen und abzustürzen ... die Lagune und das warme Wasser bis zum Bauch sind echt angenehm. Vielleicht ganz gut zum lernen, für Könner und Profis gibt es Besseres.